Der individuelle Weg im Prozess der Berufungsfindung, also das Entdecken der eigenen Berufung in der Kirche, findet in der „Begleitung“ eines Vertreters der Kongregation der Auferstehung des Herrn statt, der in der Regel ein Berufungspastor ist. Während einer Reihe von Treffen mit dem für die Begleitung der Berufungen Verantwortlichen kann der Kandidat ein wachsendes Bewusstsein dafür entwickeln, wozu Gott ihn ruft. Wenn immer deutlicher wird, dass es sich um eine Berufung zum Ordensleben handelt, beginnt ein formellerer und tiefergehender Formationsprozess.
Die Kongregation der Auferstehung des Herrn bietet in der Regel vier Formationsstufen an: Prä-Noviziat, Noviziat, Post-Noviziat und fortwährende Formation. Während der Prä-Noviziats-Formation setzt der Kandidat den Prozess der Berufungsfindung fort, indem er die Geschichte, den Charisma und die Mission der Kongregation kennenlernt, theoretische und praktische Kenntnisse der Spiritualität des Ordenslebens erwirbt, das Universitätsstudium fortsetzt, an irgendeiner Form von Apostolat teilnimmt usw. Die Bewertung des Kandidaten in dieser Phase konzentriert sich auf seine Fähigkeit zum gemeinschaftlichen Leben und seine Wirksamkeit im Apostolat.
Im Noviziat bereitet sich der Kandidat darauf vor, seine Hingabe an Christus durch die Ablegung der Ordensgelübde zu vertiefen. Das Noviziat ist daher eine Zeit intensiver spiritueller Erfahrung, die u.a. tägliches Gebet und Meditation, regelmäßige Feier der Sakramente, Exerzitien, Studium und die Fortsetzung des Berufungsprozesses umfasst. Das Noviziat dauert ein Jahr und endet mit der Ablegung der ersten Ordensgelübde. Die Post-Noviziats-Formation ist auf die volle Zugehörigkeit zur Kongregation der Auferstehung des Herrn ausgerichtet. Der Kandidat bereitet sich nach den ersten Gelübden auf seinen zukünftigen Dienst als Priester, ständiger Diakon oder Ordensbruder vor. Diese Phase, die drei bis fünf Jahre dauert, besteht in der Regel aus entsprechenden Studien, abhängig von der Art des zukünftigen Dienstes des Kandidaten, und endet mit der Ablegung der ewigen Gelübde und gegebenenfalls der Weihe.
Die fortwährende Formation dauert das ganze Ordensleben, denn als Ordensleute wollen wir der Gemeinschaft und dem Dienst treu bleiben, was ständige Weiterbildung, Sorge um das Gemeinschaftsleben und Ausdauer im Gebet voraussetzt.
Dokument der Internationalen Ausbildungskommission der Kongregation der Resurrektionisten