Sein Besuch bei der Frau von Mentorella war für uns durchaus wahrscheinlich, wenn auch nicht so bald erwartet. Derzeit sind wir zwei Auferstehungspriester im Dienst des Heiligtums, und es war unser Vorrecht, diesen besonderen Gast willkommen zu heißen.
Wir hatten nicht viel Zeit für Vorbereitungen, doch es war auch nicht nötig, außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen — außer dafür zu sorgen, dass die Räume würdig und sauber waren. Das gehört ohnehin zu unseren täglichen Aufgaben.
Vielmehr bemühten wir uns darum, unsere innere Haltung und die Bereitschaft des Herzens zu pflegen, um die Nähe zum Nachfolger Petri — wenn auch nur kurz — möglichst tief zu erleben. Ich denke, schon der bloße Gedanke an eine solche Begegnung ruft in jedem von uns unzählige, schwer zu bändigende Gefühle hervor. Wir, P. Damian und ich, haben das wirklich erlebt. Schon ab dem Moment der Begrüßung, mit der ersten Umarmung, begann eine Reihe angenehmer Empfindungen — das Gefühl von Nähe und liebevoller Wärme.
Diese Erfahrung half uns, auf natürliche und aufrichtige Weise gastfreundlich gegenüber einem so besonderen Besucher zu sein. Mit Bewunderung beobachteten wir die Ruhe und geistliche Echtheit des Mannes, der demütig das Gewand des Hirten der Kirche Christi getragen hat. Geduldig und interessiert hörte er sich unsere Erzählungen über die Geschichte dieses Ortes an, ohne seinen Zustand der Sammlung und des Gebets zu verlassen, mit dem er seine Pilgerreise begonnen hatte — auf den Spuren seiner Vorgänger, Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
Der Grund seines Besuchs im Heiligtum von Mentorella war es, in Stille und Frieden dem Allmächtigen Gott — durch die Hände der göttlichen Mutter — seine Bitte um das Geschenk der Versöhnung und des Friedens darzubringen. Mit dieser Absicht zündete er eine Kerze zu Füßen der Mutter an.
In diesem Moment spürten wir, wie groß unsere Verantwortung ist: nicht nur für den Frieden zu beten, sondern ihn auch weiterzugeben.
Ich hoffe, dass diese Worte euch zumindest ein wenig teilhaben lassen am Geist dieses historischen Ereignisses — für uns war es die Gnade, den Stellvertreter Christi zu empfangen. Und den Segen, den wir empfangen haben, möchten wir mit euch teilen.
Unsere Liebe Frau von Mentorella erwartet euch.
P. Adamo Dźwigoń CR