Das Buch zeigt den Dialog als eine reiche Realität, die in der Priesterbildung nicht ignoriert werden kann. Mehr noch, er stellt heute eine der Prioritäten in der Vorbereitung von Seelsorgern des 21. Jahrhunderts in einer modernen, anspruchsvollen Welt dar. Der Mensch wächst in ihr auf und lebt bombardiert von einer Fülle von Informationen. Der schnelle Fluss von Mitteilungen führt dazu, dass die Person immer mehr vereinsamt und hungrig nach wirklicher Begegnung und Dialog wird.
Die Priesterbildung muss auch heute, die obigen Worte von Johannes Chrysostomus als aktuell annehmend, semper reformanda sein, sich einer ständigen Überprüfung unterziehen und Mängel sowie beunruhigende Tendenzen aufdecken. Das Ziel muss eines sein: die Ausbildung von Priestern nach dem Maßstab des Evangeliums, nach dem Maßstab unserer Zeit, die den Geistlichen neue, schwierige Herausforderungen stellt.
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Autorennotiz: Auferstehungspater, Doktor der Theologie an der Päpstlichen Universität Johannes Paul II. in Krakau, Erzieher im Höheren Priesterseminar der Auferstehungspater; Präfekt der Katholischen Montessori-Schule in Krakau; engagiert im Werk der Schule der Neuen Evangelisierung des hl. Markus in Stryszawa und der Gemeinschaft des auferstandenen Christus Galiläa. Absolvent der Schule für Erzieher der Diözesan- und Ordensseminare seligen Johannes Paul II. in Krakau.
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Kapitel I. Das Phänomen des Dialogs
1.1. Dialog im philosophischen Verständnis
1.2. Dialog im theologischen Verständnis
1.3. Psychologisch-pädagogische Aspekte des Dialogs
Kapitel II. Das zeitgenössische Modell der Priesterbildung
2.1. Mission und Aufgaben der Priester
2.2. Arten und Ziele der Priesterbildung
2.3. Mängel in der zeitgenössischen Bildung
Kapitel III. Zivilisatorische Herausforderungen und ihre Auswirkungen auf die Priesterbildung
3.1. Krise der familiären Bindungen und Angst vor der Vergangenheit
3.2. Krise der religiösen Werte und Angst vor der Evangelisierung
3.3. Kultur des Individualismus und Angst vor der Gemeinschaft
Kapitel IV. Dialog in der Ausbildung zum Priestertum
4.1. Berufung zum Priestertum als Begegnung und ständiger Dialog
4.2. Innere Heilung – Dialog mit sich selbst
4.3. Die Kunst des Führens als Kunst des Dialogs – die Rolle der Erzieher
4.4. Geformt durch Laien – Laiengemeinschaften als Chance, nicht Bedrohung
Kapitel V. Dialog in der permanenten Bildung
5.1. Priesterliche Einsamkeit angesichts der Herausforderungen der Gegenwart
5.2. Wiederaufbau der Autorität
5.3. Eine Vision haben und gemeinsame Arbeit fördern
5.4. Neue Evangelisierung und moderne Kommunikationsformen mit der Welt
Kapitel VI. Bedingungen für eine fruchtbare Bildung
6.1. Dialog als Chance zur Entdeckung der Identität und zur Bildung einer reifen Persönlichkeit
6.2. Rückkehr zu den Quellen – Lebensgemeinschaft
6.3. Mentalitätswandel – Ausbildung von Evangelisatoren
Schlussfolgerung
Bibliographie