Am dritten Ostersonntag fand im Generalhaus der Auferstehungsväter ein feierlicher Dankgottesdienst für die Gnade der Verkündigung des Dekrets über den heroischen Tugendgrad der Dienerin Gottes Mutter Wincenta Jadwiga Jaroszewska, der Gründerin der Kongregation der Benediktinerinnen Samariterinnen vom Kreuz Christi, statt. Der feierlichen Eucharistie stand Kardinal Stanisław Ryłko, Vorsitzender des Päpstlichen Rates für die Laien, vor. An der Feier nahmen Erzbischof Edward Nowak, Prälat Paweł Ptasznik, Pater Bogusław Turek CSMA, Pater Hieronim Fokciński SJ, Pater Bernard Sawicki OSB, Pater Zdzisław Kijas OFMConv, die in Italien tätigen Auferstehungsväter, der Generalrat der Benediktinerinnen Samariterinnen mit der Oberin Mutter Maria Kortysiak sowie Vertreterinnen der weiblichen Ordensgemeinschaften der Auferstehungsschwestern mit der Generaloberin Mutter Teresa Maria Kreft, der Nazarethschwestern, der Anbetungsschwestern und der Franziskanerinnen der Familie Mariens teil.
Jadwiga Jaroszewska wurde am 7. März 1900 in Piotrków Trybunalski geboren. Schon seit ihrer Schulzeit trug sie den Wunsch in sich, den Mitmenschen zu dienen, insbesondere jenen, denen die Gesellschaft die Würde genommen und die sie verstoßen hatte, obwohl sie deren Opfer waren. Nach Jahren der Suche nach ihrem Berufungsweg gründete Jadwiga am 6. Januar 1926 in Warschau eine neue Ordensfamilie und nahm den Namen Wincenta von der Passion Christi an. Mit einem besonderen Charisma ausgestattet und offen für die Zeichen der Zeit, definierte sie die Mission der Kongregation folgendermaßen: "Gott, in seinen unergründlichen Ratschlüssen, beruft unsere Kongregation zu einem eigenständigen Leben in der heiligen Kirche und vertraut ihr seinen Gedanken an: Die Ewige Weisheit verlangt von den Geschöpfen Verehrung für ihre Gerechtigkeit." Um diese Idee zu verwirklichen, im Geiste der Wiedergutmachung gegenüber Gott für das in der Welt geschehene Übel, widmete sie ihr ganzes Leben und Wirken den am meisten Unglücklichen, moralisch Gefährdeten und Vernachlässigten; besondere Fürsorge widmete sie den behinderten Kindern. Das Leben von Mutter Wincenta spiegelte den barmherzigen Samariter wider, der sich fürsorglich über den verwundeten Nächsten beugt, und die evangelische Samariterin, die eilt, den Namen des Erlösers zu verkünden. Die Liebe zum Kreuz, der Geist der Vergebung und der Sühne befähigten sie, den Bedürftigen im Sinne des Aufrufs Jesu zu dienen: "Alles, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" (Mt 25, 40). Die ehrwürdige Dienerin Gottes Wincenta starb im Ruf der Heiligkeit am 10. November 1937 in Warschau. Die Bestätigung der Heiligkeit ihres Lebens sind die empfangenen Gnaden sowie das Dekret über den heroischen Tugendgrad, das am 18. März 2015 in Rom verkündet wurde.