Die Beziehungen der Auferstehungspatere zu dem heiligen Johannes Paul II. reichen bis in seine Studienzeit an der Jagiellonen-Universität zurück. Einige unserer Patres besuchten gemeinsam mit ihm Vorlesungen, andere waren in den 1950er Jahren seine Studenten. Als Erzbischof von Krakau besuchte er fast jedes Jahr am Ostermontag unsere Kirche in der Łobzowska-Straße, wo sich damals auch das Priesterseminar befand. Einige Auferstehungspatere wurden durch den Dienst des Metropoliten von Krakau zu Priestern geweiht. Kardinal Wojtyła besuchte außerdem von den Auferstehungspatern betreute polnische Gemeinden in Wien, Chicago und Hamilton (Kanada). Als Bischof und später als Papst pilgerte er dutzende Male zum von den Auferstehungspatern betreuten Heiligtum der Muttergottes der Gnade in Mentorella und war zu Gast im Generalhaus in Rom, in der Via San Sebastianello.
Während seines apostolischen Besuchs in Österreich am 12. September 1983 weihte der Papst die Orgel in der Kirche zur Kreuzerhöhung in Wien, und am folgenden Tag besuchte er den Kahlenberg, um an den 300. Jahrestag des polnischen Sieges bei der Entsatzschlacht von Wien zu erinnern. Am 25. Mai 2002, während einer Pilgerreise nach Bulgarien, krönte er das Gnadenbild der Muttergottes – Patronin der Einheit der Christen – in Malko Tarnovo.
Ein besonderer Moment für unsere Kongregation war das gemeinsame Feiern mit dem Heiligen Vater zum 150-jährigen Bestehen der Auferstehungspatere. Die Feier fand am 4. Januar 1987 im Generalat in Rom statt. Johannes Paul II. sagte bei der Entgegennahme des ersten Bandes der Ordensgeschichte: „Ihr habt mir hier die Geschichte der Kongregation der Auferstehungspatere überreicht, damit ich sie lese – auf Englisch. Ich muss euch sagen: Wenn es Ordensgemeinschaften gibt, deren Geschichte ich einigermaßen kenne, dann gehört eure sicher dazu (...) Die Wahrheit der Auferstehung, die die größte Wahrheit unseres christlichen Glaubens ist, war im 19. Jahrhundert nach dem Fall unseres Vaterlandes ein großes Licht für das gesamte Volk. Auf diese Wahrheit griffen auch eure Gründer als Glaubenswahrheit zurück – und bewahrten sie zugleich als Inspiration für ihre Landsleute und die damalige Gesellschaft.“
Zum Abschluss des Besuchs erinnerte er mit Bezug auf das Zweite Vatikanische Konzil an die große Herausforderung, vor der die Auferstehungspatere heute stehen: „Eure Gründer handelten im prophetischen Geist, als hätten sie das Zweite Vatikanische Konzil mit seinem Fokus auf das österliche Geheimnis – also auf das Geheimnis der Auferstehung – bereits vorausgesehen. Natürlich das ganze österliche Geheimnis, vom Karfreitag bis zum Ostersonntag. So wurde die Leitidee und das Charisma eurer Kongregation durch das Konzil in diesem Jahrhundert erneuert und aktualisiert (...) Eure Aufgabe heute ist es, für die Auferstehung zu arbeiten – die geistige Auferstehung der Gesellschaft.“