
(4. Februar 1849 – 11. September 1926)
Er wurde am 4. Februar 1849 in Twer, Russland, geboren, in einer frommen und patriotischen Familie eines Offiziers der zaristischen Armee. Er schloss die Sekundarschule in Warschau ab und trat 1866 ins Priesterseminar ein, denn – wie er selbst bekannte –: „Die Berufung war so stark, dass ich daran nie gezweifelt habe.“ Ein Jahr später ging er nach Rom und trat, fasziniert von den Resurrektionisten, in ihre Reihen ein. Er studierte Theologie und empfing 1873 die Priesterweihe im östlichen Ritus. Er wirkte seelsorglich in Bulgarien und anschließend in Lemberg (Lwiw), wo er zusammen mit P. Walerian Kalinka ein Erziehungssystem entwickelte, das auf gegenseitigem Vertrauen und Verantwortung gründet und dessen Fundament die bedingungslose Liebe Gottes ist. Über mehr als 20 Jahre war er Rektor des Polnischen Kollegs in Rom, das 1866 von den Resurrektionisten gegründet wurde, um Priester für die unterdrückte Heimat auszubilden; von 1895 bis 1905 war er zudem Generaloberer der Kongregation der Resurrektionisten. Seine letzten Jahre verbrachte er in Krakau als Novizenmeister. Er war Theologe, Philosoph und Historiker, Verfasser von 237 Werken in mehreren Sprachen. Als hochgeschätzter Beichtvater und geistlicher Begleiter – unter anderem des Erzbischofs Adam Stefan Sapieha – war er bekannt für seinen Respekt und seine Liebe zu den Menschen. Er starb im Ruf der Heiligkeit am 11. September 1926 in Krakau, nach 77 Jahren, 7 Monaten und 7 Tagen des Lebens.
Sein Seligsprechungsprozess wurde 1966 von Kardinal Karol Wojtyła eröffnet, und 2017 verkündete Papst Franziskus das Dekret über die heroischen Tugenden. P. Smolikowski bleibt ein Vorbild demütiger Arbeit und der Treue zum Willen Gottes. Man kann seine Fürsprache anrufen in den Schwierigkeiten des Alltags, in der christlichen Erziehung von Kindern und Jugendlichen sowie um Heiligkeit und Weisheit der Priester bitten.